Zu Fuß über den Balkan - ein Reisebericht

John Wayne besitzt natürlich kein Handy und keinen Laptop. Trotzdem lauert er uns mitten im Wald auf, etwa eine Stunde vor der Schäfersiedlung Balqin, die wir gegen Mittag passieren wollen. John Wayne hat Verstärkung mitgebracht, Ali, seine linke Hand. Johns rechte Hand ist schon vergeben, an einen Knüppel auf den er sich cool stützt, denn John Wayne hat eine Wunde am Bein und hinkt mit einem gewissen Stolz neben uns her.

 

Wie beginne ich den Bericht über unsere Hochgebirgstour in Albanien? Nur Narren pressen eine Geschichte zwischen zwei Flughäfen. Erzähle ich, wie es ist, zu viert in einem Bett zu schlafen? Erzähle ich zuerst von Blutrache und der Kulla – jenem Turm in dem Mörder Zuflucht fanden? Langweile ich mit Bildern von Landschaften, so biblisch schön, dass man hinter jedem Felsen einen Wegweiser mit dem Wort „Paradies“ erwartet? Erzähle ich davon, dass man im albanischen Hochland als Veganer auf seine Kosten kommt? Oder berichte ich zuerst von „verkauften“ Frauen, von Fetakäse auf Almen, von Raki aus Colaflaschen, von  Blaubeeren, von Müllbergen, von Grenzbunkern oder  von der nicht ganz ernst gemeinten Aufforderung, uns entführen zu lassen? Nein, aber das kommt alles noch.  Beginnen will ich mit John Wayne, jenem 11-jährigen Bengel der das Spiegelbild dieser ganzen Reise ist: Frisch, ehrlich, voller Mut und Lebensfreude.

 

 

 

Vergeben ist  John Waynes Herz: an die Frauen in unserer Wandergruppe. Sein englischer Wortschatz umfasst 7 Wörter: How old are you? Whats your name?  So fragt er frech wie Oskar jede Frau in unserer Gruppe. Dabei dreht er lässig die Zigarette die hinter seinem Ohr klemmt. Die Antwort kommentiert er mit einem Fingerzeig auf seine Brust: John Wayne! Leider werden wir nie erfahren, welche Frau aus unserer Gruppe er erwählt hat. Von den letzten Hügeln aus erspäht er seine Mama, verbirgt die Zigarette in der Hosentasche und hinkt laut rufend voran, um uns, seine legitime Beute, anzukündigen. Sommerferien in Albanien, und John Wayne lebt wie ein Apache im Hochgebirge  – wild, frei, fleißig und …. arm.

Langsam folgen wir ihm. Als wir den Eichenwald verlassen, liegt unter uns eine Alm, und darauf das Sommerlager der Albaner. So stellt man sich ein Indianerlager vor: Rauch steigt aus Lagerfeuern auf, ein paar Pferde galoppieren den Wolkenschatten nach. Flache Hütten, Schafherden, wie im Kino.

 

Schäfersiedlung Balqin. Foto: Misch

 

Die Sommerhütten sind etwa die weiterentwickelte Variante dessen, was wir als Kinder früher im Wald gebaut haben. Gestampfter Boden, aufgeschichtete Steinbrocken, ein Dach aus Planen. Es ist eine der größeren Siedlungen, etwa 10 Familien leben und arbeiten hier, denn das Lager ist nicht Sommerfrische sondern Arbeitsplatz. Natürlich werden wir von Johns Mutter als Gäste begrüßt, sitzen bald vor der Hütte und werden mit Tee, Raki und Käse bewirtet. Ein pensionierter Arzt aus unserer Wandergruppe behandelt Johns Bein und Ali fragt nach dem Zauberer. Ricardo, unser Reiseleiter, lacht: Heute kein Zauberer. Eine Wandergruppe vor uns, wußte jemand die Kinder mit Zaubertricks zu erstaunen. Der Sommer im Gebirge ist nicht gerade reich an Attraktionen, er ist reich an Arbeit. Trotzdem müssen wir beim Abschied den Kindern das Geld für Tee und Käse heimlich zustecken, die Erwachsenen lehnen jede Bezahlung für Gastfreundschaft strikt ab...

 

II.

 

Wer von uns träumt nicht manchmal vom Aussteigen? Den Rechner gegen die Wand donnern, das Handy auf die Bahngleise kleben und mit der Bank ein Wörtchen reden? Und dann klingelt wieder der Wecker und alles geht von vorne los. Der Verkaufsschlager unserer Wirtschaft heißt Burn out, wird allerdings nur für den deutschen Markt hergestellt.

 

Also auf in den Balkan. Kein Strom, keine Dusche, kein festes Dach über dem Kopf. Aber auf Dauer ist das auch nicht gesund, oder?

 

In den Sommermonaten gehen viele albanische und kosovarische Familien in die Berge, so auch Johns Eltern, Saimir und seine Frau Eliona, mit ihren drei Kindern. Saimir steigt schon im Mai auf und holt die Schafe aus den Winterställen seines Schwagers. Auf den Almen angekommen, wirft er seinen Rucksack unter einen Busch und betrachtet die Reste seiner „Sommerresidenz“. Er steht vor den Ruinen der Unterkunft des letzen Sommers: Aus Felssteinen schichtete er Steinwälle die ihm bis zur Schulter reichen, baute aus Holzstämmen und Moos und Fellen eine Art Bett. Nur die Steinwälle sind noch vorhanden, den Rest hat der Winter gefressen. Durch die Steinbrocken heult der Hochlandwind, der Boden ist vom Winterregen dunkel und weich. Saimir richtet eine Art Dach aus Holzstämmchen, Plastikplanen und Stricken. Seinen Rucksack hängt er drinnen ans Gebälk. Natürlich trägt niemand Betten oder Matratzen ins Hochgebirge, erzählt er auf unsre fragenden Blicke hin! Na dann gute Nacht! Badezimmer? Heizung? Fließend Wasser? Fehlanzeige!

 

Foto: Misch 

 

Das ist nicht die Sommerfrische, das ist die Tortur für eine warme Wohnung im Winter. Aus der Milch seiner Schafe gewinnt Saimir Feta, mit Methoden die jedem EU-Beamten tausend neue Richtlinien eingeben würden. Schmecken tut das Zeug trotzdem himmlisch, und mit dem allgegenwärtigen Raki desinfiziert man ohnehin alles weg. Mit Beginn der Sommerferien steigen dann auch Eliona und die Kinder auf die Almen auf. Wenn es ein guter Sommer wird, sammeln sie zusammen 1500 kg Blaubeeren. Wenn es ein guter Sommer wird, zahlen die Großhändler einen guten Preis für die Blaubeeren, sagt Saimir! Er zeigt uns einen halbvollen Beutel seltsam leichten Inhalts: Blütenblätter der Schlüsselblume – eine Fummelei und schier endlose Geduldsarbeit, und dabei schaut er auf seine Kinder. 7 kg Schlüsselblumenblütenblätter ergeben 1 kg getrocknete Blütenblätter. Der Ertrag dafür: 7 Euro. Daraus wird Hustensaft gemacht, irgendwo in Italien! Wenn es ein guter Sommer wird, meint Eliona, haben wir im Winter eine warme Wohnung.

 

Feta! Foto: Misch 

Der Sommer im Hochland ist nichts als hartes Tagwerk für die ganze Familie. Neben der Sammelei muss Eliona die Wäsche von Hand waschen und das Essen für die ganze Familie täglich frisch kochen. Jeder Weg in die Stadt nimmt einen ganzen Tag in Anspruch, der Hinweg! Mit viel Glück ist am Ende des Sommers gerade genug Geld verdient um den Winter halbwegs satt und warm zu überstehen.

 

Burn out für die Seele oder fürs Konto? Es scheint keinen Mittelweg zu geben. Wir stehen vor einer Art Zeitfenster und haben die Hände hindurchgestreckt um dieses Stück Vergangenheit zu berühren. Ich will ehrlich sein: Erschrocken hab ich meine Hände zurückgezogen und in meinen warmen Hosentaschen vergraben.

 

III.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vorurteile sind für Reisende wie Gitterstäbe für Gefangene: Sie sperren ihn ein. Kommentare vor diesem Urlaub: Nahkampfkurs gebucht? Minensuchgerät eingepackt? Seid ihr wahnsinnig? Dort ist Krieg, oder? Kommen da nicht die ganzen Verbrecher her?

Aber wir wollten eben keine Kreuzfahrt!

 

Unsere Tour durch die verwunschenen Berge im Norden Albaniens, das Prokletijegebirge, begann am Flughafen Wien. Wir verlassen den Schengen-Bereich und sind schon mittendrin im Balkan. Auch ohne Vorurteile ein komisches Gefühl, zugegeben. Dass wir jedoch genau dies nach unserer Rückkehr vermissen werden, erzähle ich erst am Ende des Berichtes.

Wir landen in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo, auf einem nagelneuen Flughafen. Unser Fahrer Rusha würgt die Reisetaschen in den VW-Bus und los gehts.

Der erste Eindruck vom Kosovo: Staub und Millionen weggeworfener Plastikflaschen und Bierdosen am Straßenrand oder in den Flussbetten. Weiter nach Peja. Auf dem Boulevard spielen Mädchen in Bikinis Volleyballtourniere – in einem muslimischen Land!

Wir wechseln auf einen robusteren Iveco und wissen bald warum. Die Fahrt durch die Rugovaschlucht raubt uns den Atem und staucht uns den Rücken, es ist ein Abtauchen in eine archaische Landschaft, Felsmassive für die Ewigkeit drängen auf uns ein. Welcher Wandel! Eben noch besuchten wir ein serbisches Frauenkloster, eine Oase aus Grün und Luft, und nun diese Macht aus Stein um uns herum. Nach und nach verschwindet der Plastikmüll.

Was sich Asphalt nannte, weicht einer Piste aus Kratern und Felsstücken. Rechts geht’s bergab ins Nichts. Jeder Forstweg in den Alpen ist eine Autobahn dagegen. Bei Gegenverkehr gilt, der Kleinere fährt rückwärts so lang es eben geht. Dann wird rangiert und die eine oder andere Höflichkeit ausgetauscht, gelacht, gewunken und weitergefahren. Nur uns ist weniger zum Lachen, wir schauen aus den rechten Seitenfenstern und versuchen sehr still zu sitzen. Die Fahrerqualitäten von Rusha und den anderen Jungs werden uns noch öfter beeindrucken, denn bis jetzt ahnen wir nicht, was die tatsächlich so drauf haben. Für uns mag es eine Leistung sein, bei diesen Straßen gesund von A nach B zu kommen. Für Albanien und das Kosovo liegt die große Leistung wohl darin, dass unserer Fahrer Serben und Albaner sind, orthodoxe Christen und Muslime, Kriminalbeamte mit Nebenjob und ehemalige UCK-Kämpfer, so wie Rusha. Und dass sie ihre Arbeit gemeinsam tun, in Frieden.

 

IV.

 

Reka e Allages, das Gästehaus von Mustafa und Fetija, liegt an eine Alm geschmiegt im Hochland des Kosovo. Der Ausblick von der Terrasse macht jeden Bergsteiger nervös. Ein Separé mit 6 Betten in das wir uns verdrücken, die anderen Gäste schlafen im Haus. Unser kleines Blockhaus atmet aus jeder Ritze den Traum von einem bescheidenen Einkommen und einem Leben im Frieden. Alles ist so peinlich sauber, man hört förmlich den Schrubber am Boden kratzen.

 

 

Aus dem Abendessen im Freien wird leider nichts, es regnet. Also räumen die Gastgeber ihr Wohnzimmer und ihre Küche und wir nehmen dort Platz, mit 17 Personen! Zum Essen: Wann haben Sie zuletzt eine Mahlzeit eingenommen, deren Zutaten Sie komplett im eigenen Garten gesät, gegossen, gejätet, gedüngt, gezogen, geerntet, gefüttert und geschlachtet haben? Eine Mahlzeit deren einziger Verpackungsmüll aus Eierschalen besteht? Allein Bier lässt sich noch nicht in Weizenbrot transportieren. Und so sind die leeren Pejaflaschen alles, was wieder zurück ins Tal transportiert werden muss. Wir essen nicht auf, es ist viel zu viel, der albanische Wettergott wird uns dafür am nächsten Tag mit einem grandiosen Gewitter belohnen.

Fetija und ihre Kinder rennen sich die Hacken wund und lachen, wenn es uns schmeckt. Gefüllte Paprika, Weißbrot das den Namen noch verdient, Tee, Kaffee, Salat, Käse aus eigener Herstellung. Mustafa hält 30 Kühe, die im Winter bei seinem Bruder bleiben, er selbst zieht mit seiner Familie ins Tal; die Piste hier hinauf ist im Sommer eine Zumutung und im Winter unpassierbar, die Kinder könnten keine Schule besuchen. Wer hier oben lebt, schenkt sich das Marathontraining, allein zur nächsten Bushaltestelle geht man 3 Stunden. Wir gehen heute aber nur noch ins Bett.

Wer nachts raus muss um das Klo zu besuchen, schaut auf zu einem Sternenhimmel, wie er  Zuhause höchstens zu sehen wäre wenn man allen Kraftwerken den Stecker zieht. Unwillkürlich streckt man die Hände zur Milchstraße aus, so nah scheint sie, all die Götter der alten Zeiten lächeln auf dich herab.

Am nächsten Morgen sitzen wir in der Sonne und schauen auf die Berge die nun unsere Ziele sein werden. Unsere Gastgeber sind von beschämender Herzlichkeit. Krieg und Not haben Spuren in ihr Leben gegraben, wir müssen wie Wesen aus einer anderen Zeit auf sie wirken. Für Mustafa, Fetija und ihre Kinder sind wir Touristen der Schlüssel zur Zukunft. Ihr Leben ist reich an Entbehrungen und Verzicht, an Rückenschmerzen und müden Füßen. Ihr Leben ist arm an Luxus und süßem Zeitvertreib, an schnellem WLAN und Blogbustern. Aber ihr Leben ist angefüllt mit Liebe zu ihrer Arbeit und ihren Gästen. Das fühlt man, das schmeckt man, das verblüfft uns zuweilen.

Foto: Misch

 

Für uns wird es Zeit aufzubrechen, und so stellen wir uns auf für den Abschied. Jeder von uns umarmt die ganze Familie, bis hin zur Oma. Es ist für unsere Gastgeber ein wichtiger Teil des Lohns für diese Tage des Kochens, Backens und Putzens. Ganz plötzlich begreife ich, dass man ohne Geld schlecht, aber ohne Freundschaft gar nicht leben kann.

Beim Aufstieg ins Gebirge drehe ich mich um und schaue zurück. Weit unter uns steht die ganze Familie und winkt uns nach, bis wir hinter der ersten Anhöhe verschwinden. Das bricht mir ein klein wenig das Herz, doch erst auf der Rückfahrt zum Flughafen werde ich endgültig begreifen, dass man Albanien nur mit gebrochenem Herzen verlassen kann.

 

V.

Manchmal holt das Leben den Blogger ein. Schrieb ich im ersten Teil noch über John Wayne, der im Sommer in den albanischen Bergen wie ein Apache lebt; so ist seit Weihnachten klar: Der berühmteste aller Apachen kommt aus Albanien und heißt Nik Xhelilaj. Denn dieser albanische Shootingstar reitet in einer Neuverfilmung als Winnetou über die Leinwand, samt Fransenhemd und Adlerfeder. Und das passt gut, nennen sich doch die Albaner selbst Shqiptari - Söhne des Adlers.

 

Die Legende erzählt, das ein illyrischer Prinz einst ein Adlerjunges vor einer Schlange rettete. Er forderte daraufhin das Adlerjunge als seinen Besitz ein. Der Adler bat ihn, ihm sein Junges zu überlassen, dafür sollten alle Nachfahren des Prinzen die Eigenschaften eines Adlers erhalten: Mut, Stärke und Tapferkeit.

Die Geschichte dieses Landes ist so kurios, dramatisch und zeitweise absurd, dass es wohl besondere Eigenschaften brauchte und braucht um dort zu überleben. In der Antike von den Römern kolonisiert, später von den Osmanen besetzt, war Albanien stets Brückenkopf zwischen Ost und West. Das Wappentier, der albanische Doppeladler, schaut dehalb in beide Richtungen, nach Rom und Konstantiopel. 

Doch selbst den Osmanen gelang es nie, den völlig unzugänglichenNorden des Landes zu beherrschen. Wer sich nicht beugen wollte, der floh in diese Region. Weswegen noch heute die Städte in den Tälern muslimisch, die Dörfer in den Bergen katholisch sind. 

In Albanien bildete sich nach dem zweiten Weltkrieg eine besondere Art Steinzeitstalinismus heraus, die wohl nur noch mit Nordkorea zu vergleichen ist. 

 

Das Land wurde mit abertausenden Bunkern gepflastert, eine teure Paranoia in einem ohnehin bettelarmen Land. Nach Ende dieser Phase und einem ersten Geschmack von Freiheit installierten besonders gerissene Geschäftsleute in Albanien ein Schneeballsystem für Geldanlage, das weltweit keinen Vergleich kennt. Mit Hilfe der Politik wurden der Bevölkerung, die ja vom Kapitalismus keine Ahnung hatte, Scheingeldgeschäfte auf jede Art und Weise angedreht. Als das System kollabierte, wurden in wenigen Stunden schätzungsweise 80 Prozent aller Ersparnisse der Bürger verbrannt.

 

 

Plünderungen und Unruhen folgten, die Leute stürmten die Kasernen und bewaffneten sich. Es waren genau diese Waffen, die später im Balkankrieg in den Kosovo geschmuggelt wurden um die UCK zu bewaffnen, die kosovarische Befreiungsarmee. 

Die Zukunft des Landes bleibt spannend. Hin und her gerissen zwischen seinen westlichen und seinen östlichen Genen, treibt Albanien zwischen Europa und Orient hin und her. Die Albaner sitzen auf gewaltigen Bodenschätzen, gerade im Norden des Landes. Mal sehen, wer als nächstes mit großen Versprechen in das Land einrückt. Inzwischen setzen die Albaner auf sanften Tourismus und versuchen ihr Image in Europa aufzupolieren. Vielleicht gelingt dies ja einem jungen Mann namens Nik Xhelilaj zumindest in Deutschland, wenn er die beliebteste Figur des meistgelesenen deutschen Schriftstellers ins Fernsehen bringt. Die Deutschen lieben nun mal ihren Winnetou, vielleicht färbt ein wenig dieser Begeisterung auf Albanien ab. Denn Winnetou ist Albaner, zumindest für die Albaner.

 

VI.

 

 

Foto: Zbulo.org

 

 

Vom Hajla, mit 2403 Metern einem der höchsten Berge des Kosovo, steigen wir nach Drelaj ab, zu Ilir und Xhevdet, die mit Tochter und Eltern in einem recht neuen Haus wohnen. Beide sind Gastgeber der ersten Stunde, bieten schon seit Jahren Unterkunft und vervielfachen dadurch ihr karges Einkommen.

Wer im Prokletjegebirge wohnt und Arbeit sucht, findet diese höchstens auf dem eigenen Hühnerhof. Industrie?  Kennt man aus dem Fernsehen! Handwerk? Selbst ist der Mann! Der Weg in die nächste Stadt? Stunden mit dem Auto, wenn man sich eines leisten kann das die Piste dorthin bewältigt ohne in Einzelteile zu zerbrechen.


Das kleine separate Gästehaus ist pikobello sauber,  mit viel handwerklichem Geschick und wenigen Mitteln errichtet, es gibt sogar die Möglichkeit warm zu duschen. Trotzdem: alles ist sehr, sehr einfach, mit Alpenhütten nicht zu vergleichen! Das Essen ist allerdings auch unvergleichlich: Die Mahlzeiten sind großzügig bemessen, es gibt sogar Maispolenta. Man müsste die Gastgeber mal nach Allergien fragen, hier oben gibt’s keine Pestizide und keinen Kunstdünger. Tütensuppen, Fertiggerichte, Glutamat, Hefeextrakt, künstliche Aromen, Farbstoffe, Emulgatoren, Konservierungsstoffe? Wo sich in Deutschland eine ganze Armee an Verbraucherschützern profilieren kann, führt im Kosovo allein die Abwesenheit von Asphalt und Beton zu gesundem Essen. Ilir und Xhevdet haben alles selbst angebaut, geerntet und liebevoll zubereitet. Zu den Mahlzeiten werden alle verfügbaren Tische und Stühle aus dem Haus geräumt. Es mag uns Touristen schmecken, und natürlich heben wir den Zeigefinger: Geht doch! Warum ist das in Deutschland nicht möglich? Doch wenn wir ehrlich sind: Wer will für solch eine Tafel zwei Tage in der Küche stehen? Wer will das ganze Jahr über im Garten ackern und sich tagaus tagein um Vieh und Hof sorgen? Was für uns wie Idylle aussieht, weil wir jederzeit in unser Vollkaskoleben zurückfliegen können, ist ein Leben hart am Rande der Erschöpfung. Seltsam nur, dass wir in Albanien weniger hängende Mundwinkel sehen als in Deutschland. 

 

Diese Gegend ist so abgelegen, dass selbst die Liebe den Weg nur mit Bergführer findet. Es heißt, montenegrinische und serbische Bauern kommen nach Albanien um fleißige Frauen zu „kaufen“. Da kocht natürlich unsere Zivilmoral hoch und es fällt schwer, nicht sofort mit den üblichen Klischees über die Leute herzufallen. Da ist zum Beispiel Alexandra, eine schlanke und schüchterne Frau, die mit Ende Zwanzig noch immer ihren Eltern auf der Tasche liegt. Im letzten Winter war sie mit ihrer Familie drei Monate im Dorf eingeschneit und im Sommer kniet sie im Garten und legt Kartoffeln für genau diese Winter. Seit Krieg und Wirtschaftskrise sind alle einigermaßen brauchbaren männlichen Heiratskandidaten ins Ausland verschwunden um Geld zu verdienen und ihre Familien zu unterstützen. Für Alexandra ist es schier unmöglich neue Kontakte zu knüpfen. Kinobesuche, Kaffeehausbesuche, Disco, Restaurants? Fehlanzeige. Der Weg in die Stadt oft über Wochen überflutet oder verschüttet. Immerhin, lacht sie, sie könne gut backen – vielleicht backe sie sich irgendwann einen Mann!

 

 

Foto: Misch

Wir wohnen nicht in einer umzäunten Hotelanlage, wir schlendern nicht auf einem bunt angemalten Basar umher. Wir sind mitten drin im Leben dieser Menschen, am Rande eines Europa das ein Land befreite und dann liegen ließ. Es dauert einige Zeit die eigene Klugscheißerei abzustellen, aber es lohnt sich. Der Blick in die Härte des albanischen Alltags erspart manch eigenes Gebet.

 

VII.

 

Foto: Misch

 

Müll im Flußbett - Foto Misch

 

Dieser See scheint beliebt zu sein: Am Ufer und in den Büschen gammeln Unmengen Dosen, Flaschen und Tüten vor sich hin. Umweltschutz? Den Menschen hier brennen andere Probleme unter den Nägeln. 25 Jahre beträgt das Durchschnittsalter im Kosovo, in Montenegro und Albanien liegt es etwas höher. Rund 250 € trägt ein Kosovare in der Lohntüte nach Hause. Wenn er denn Arbeit hat, die Arbeitslosenquote liegt bei 60 Prozent. Die Winter im Gebirge können giftig sein, und die Heizölpreise sind es ohnehin. 

 

In den 70-er Jahren ging es den Jugoslawen wirtschaftlich sehr gut. Mit dem Zerfall des Staates gingen gerade im Kosovo ganze Industrien zugrunde. 1988/89 putschte Milosevic in Serbien und aberkannte dem Kosovo die autonome Verwaltung. Albanisch als Sprache wurde verboten, 88% der Kosovaren aber sind Albaner. Man siedelte Serben im Kosovo an, Menschen die im Krieg mit Kroatien ihre Häuser verloren hatten. Es kam zu Unruhen. Die UCK, die Befreiungsarmee der Kosovaren wurde von Albanien aus bewaffnet. Schließlich flog die Nato Luftangriffe. Im Ergebnis entstand der Staat Kosovo als jüngster Staat Europas. Das Land wird nur von der Hälfte der Staaten der UN-Vollversammlung anerkannt, weshalb die Kosovaren nur in ihre Nachbarländer ohne Visum einreisen dürfen. Innerhalb der EU sträuben sich Rumänien und Spanien gegen die Anerkennung des Kosovo, denn die haben im eigenen Land auch Minoritäten die eine Abspaltung wünschen und wollen diesen keinen Grund zu weiteren Aktionen geben. Das alles würgt Wirtschaft und Investitionen ab und fördert Korruption und Kriminalität.

 

Wir überschreiten an diesem Tag drei Pässe, der höchste davon 2270 m. Wir sind umgeben von millionen Jahren, in Fels gepresst und zum Staunen aufgestellt. Irgendwann passieren wir die Grenze nach Montenegro. Überall Blaubeeren, wir futtern was das Zeug hält. Auf dem Kamm erwischt uns ein Gewitter, es tobt direkt über uns, eine gruselige Erfahrung. Wanderwege werden zu Flüssen, Flüsschen zu Strömen. Hagel drischt auf uns ein. Und da oben zelten die Kosovaren um tagaus tagein Blaubeeren zu sammeln.

 

Foto: Zbulo.org

Wir tropfen an allen Enden und trotten ins Tal hinab, unten soll es mit dem Bus weitergehen. Das allerdings steht noch in den Sternen: Irgendwo wird ein Staudamm gebaut und die Sandpiste, die sich Straße nennt, ist oft über Stunden gesperrt. Wir sind im wieder Kosovo und wandeln zwischen zwei Welten. Am Wege liegt das Ferienhaus eines Kosovaren der es in Deutschland zum Geschäftsführer einer Clubkette gebracht hat und dort seine eigene Schnapsmarke kreiert. Ricardo kennt ihn und klopft an. Also werden 17 pudelnasse Wanderer zu Tee, Kaffee und Schnaps ins Haus geladen. Allein: unser deutsches Wesen scheut den Besen – natürlich wollen wir nichts schmutzig machen und bleiben draußen. Wir sind so kultiviert, wären wir ins Haus gegangen, wir hätten vorher über eine Putzkolonne abgestimmt. Ich stelle mir vor, 17 Albaner klingeln bei mir Zuhause und fragen nach Tee und Raki an… Sicher ist, ich würde sie durch die Sprechanlage abwimmeln. Das würde mir in Albanien nicht passieren, aber dazu das nächste Mal mehr…

Bar im Hochgebirge, die Blechhütte im Hintergrund ist "Schlafzimmer". Foto: Misch

 

 

Südalbanien. Foto: Zbulo.org

 

 

Wir denken seit einiger Zeit darüber nach, nächstes Jahr wieder nach Albanien zu reisen. Diesmal vielleicht auf eigene Faust. Was aber, wenn wir uns im Gebirge verirren und keine Unterkunft mehr finden und nachts in einer Schäfersiedlung stranden?

Kein Albaner wird dir je die Tür weisen. In Albanien heißt es, dein Haus gehört nicht dir, es gehört Gott und dem Gast.

 


 

Du wirst in Albanien nie abgewiesen wenn du um ein Nachtlager bittest, die Schande für den Gastgeber würde ihn und seine Familie ewig verfolgen. Selbst in der armseligsten Schäferhütte wäre immer Platz für einen verspäteten Wanderer. Dieses Ritual der extremen Gastfreundschaft wildfremden Menschen gegenüber ist nicht immer problemlos an den Albanern vorüber gegangen. Der Gastgeber war für seinen Gast verantwortlich bis dieser das Dorf verlassen hatte. Geschah dem Gast etwas, so konnte in alten Zeiten eine Art Fehde daraus entstehen. Die Familie des Gastes hatte das „Recht“ der Blutrache am Gastgeber. Es mag Fehden gegeben haben, deren Ursprung bald keiner mehr kannte, die aber weiterlebten. Wie lebendig diese blutige Tradition heute noch ist, bekommt man aus den Albanern nicht so recht heraus. So manche Kulla steht noch, Türme in denen Mörder unterkommen konnten und wo sie nicht belangt wurden, solange sie diesen nicht verließen.

Kulla, heute Museum. Foto: Misch

 

 

Wir schaukeln heute verteilt auf drei Landrover eine Piste entlang, die selbst den hartgesottenen unter uns feuchte Hände verursacht.  Wir vermuten, die Verteilung ist nur Risikominderung, so stirbt nicht die ganze Reisegruppe beim Absturz. Meine Frau fährt im Fahrzeug hinter mir, wieder Risikominderung. Es geht eine Schlucht hinauf nach Theth, DEM Feriendorf Albaniens. Als es losgehen soll, drängen sich noch Britta und ihre drei Kinder ins Fahrzeug, sie wollen auf halber Strecke raus. Die Kinder sind zwischen 7 und 14 Jahre alt und wandern freiwillig, was für eine Leistung! Britta schwäbelt, während sie gegen Knie und Rucksäckle geschubst wird, dass sie mit den Kindern jedes Jahr nach Albanien kommt. Wir betrachten den Abhang auf der rechten Seite und nicken. Der Landrover klettert in Schrittgeschwindigkeit durchs Gelände und hält an einer Stelle, an der zwei Stahlröhren von etwa einem Meter Durchmesser über die Schlucht gelegt sind. Hier müsse sie raus, sagt Britta. Drüben wohne sie. Unser Fahrer bietet an sie mitzunehmen, sie können von Theth aus auf der anderen Seite der Schlucht zurückwandern. Aber sie winkt ab, schnappt die Kinder und klettert einen Abhang hinunter. Bald balancieren alle 4 auf den Stahlröhren über die Schlucht. Die Kleinste kriecht auf allen vieren. Etwa 40 Meter unter ihnen stürzt der Fluß durch die Schlucht. Wir schlucken und vergessen Fotos zu schießen. Ich denke gerade daran, dass in Kassel die Brückengeländer über die Fulda höher gesetzt wurden, damit niemand drüberfällt.

 

 

Brittas Plätze werden von Sam und Jenny eingenommen, zwei Studenten aus Israel, die seit zwei Wochen im Hochgebirge unterwegs sind und auch nach Theth wollen. Aus Israel nach Albanien? Man spürt die Befangenheit und ihre Suche nach einer geeigneten Antwort.

 

Das besondere Gastrecht der Albaner  hat sie her geführt.

 

Kein Albaner wird dir je die Tür weisen, auch dann nicht, wenn eine Besatzungsmacht dich verfolgt. Den Urgroßeltern von Sam und Jenny rettete dieses Gastrecht 1943/44 das Leben. Ihnen und vielen andern.

Theth, neue Herberge. Foto: Zbulo.org

 

 

 

Foto: Zbulo.org

 

Wir verlassen Doberdol, das Schäferdorf über dem die drei Länder Montenegro, Albanien und Kosovo zusammenstoßen. Hinter uns liegen fast zwei Wochen Hochgebirgstour, und hinter mir liegt eine fast schlaflose Nacht. Die drei Frauen, mit denen ich das Bett teilte, sind allerdings putzmunter.

 


 

Wir lagen zu viert in einer Schlafstatt: Ich am rechten Rand, dann meine Frau, daneben Helga und Brigitte.  Zwei solcher Schlafstätten gibt es in der Hütte, peinlich sauber geschrubbt, mit Holzfußboden und Blechdach und den zugigen Steinwällen unter dem Dachgebälk. Luxus im Niemandsland. Das ich nicht schlafen konnte, nachdem wir uns zu acht die halbe Nacht Witze erzählt haben, lag an gefühlt 100 Hunden die im Hochtal verstreut mit ihrem Bellen die Nacht zum Tag machen; einer davon direkt vor unserer Türe. Man sagt ja, die Albaner wären alle bewaffnet, sie hätten ruhig Ruhe schaffen können.

 

 

Keine Waschmaschine weit und breit, und trotzdem alles supersauber. Hütte in Doberdol. Foto: Misch

Das Frühstück ist gewohnt lecker, unsere Gastgeberin hat bis Mitternacht am Herd gestanden und ist bei Sonnenaufgang wieder raus, und das nicht wegen der Hunde! Wir wandern mit Wehmut ab, was jetzt noch kommt ist Kultur, Rückflug und Erinnerung.

Das hier ist Grenzland, und Grenzland in Albanien heißt Bunker an Bunker. Man schätzt 200.000 seien entlang der albanischen Grenzen gebaut worden, geplant waren 350.000 Stück, für jede Familie einer. Stiftung Warentest auf albanisch gefällig? Es heißt, die Konstrukteure und Ingenieure der Bunkeranlagen mussten in ihre Produkte kriechen und wurden dann aus Panzern beschossen. Wir fragen uns, wie wahnsinnig eine Regierung sein muss, ein solches Projekt aus einem bettelarmen Land herauszupressen.

1960 brach der Diktator Albaniens, Enver Hoxha, die Beziehungen zum Bündnispartner Sowjetunion ab. Die waren ihm dort einfach nicht mehr stalinistisch genug. Er orientierte sich nach China (mit denen er sich später auch überwarf). Hoxha wollte die Sowjets komplett loswerden, dummerweise aber unterhielten die eine Militärbasis an der albanischen Küste, und die war zum einem kostspielig, zum anderen strategisch wichtig für sie. Nach und nach entwickelte Enver Hoxha eine Art Phobie gegen den Rest der Welt (gegen die Sowjetunion war die Angst durchaus gegründet). Er  fühlte sich von allen bedroht. Also baute man Bunker um sich einzuigeln. Ganz nebenbei kann man ja aus den Bunkern nicht nur in Richtung Grenze ballern, sondern auch aufs eigene Volk. Diese Praxis war im ganzen Ostblock beliebt, in Albanien hat man sie bis ins Extreme verfolgt.

 

Foto: Zbulo.org

 

Diese Periode ist vorüber. Wir verlassen ein Land, das uns ins Herz geschlossen hat, und das auch wir nicht wieder vergessen können. Zwischen Hochgebirge und Städten, zwischen Müllbergen und grandioser Natur, zwischen Klöstern und pulsierendem Nachtleben haben die Albaner und Kosovaren uns gezeigt, wie gut es uns geht. Europa, wenn es denn jeden Morgen wieder aufwachen will, kann sich dem Fleiß und dem Willen dieser Menschen nach einem europäischen Leben nicht für immer verschließen. Die große Politik ist für uns Hochgebirgswanderer so undurchschaubar wie Enver Hoxhas Ängste. Aber wir können im Kleinen beginnen und Geld als Urlauber dort lassen, direkt bei den Familien im Hochland, bei den Schäfern und  Blaubeersammlern, in den Pensionen und kleinen Hotels, in den Gasthöfen und Bars am Wegesrand. Denn das Geld fließt nicht nur in die Kassen, es ist eine Art Herzenslohn und ein Zeichen: Ihr seid nicht vergessen.

 

Foto: Misch

 

Auf dem Weg zum Flughafen bittet unser Fahrer Rusha Ricaro zu übersetzen: Er habe noch den Ausweis der Befreiungsarmee UCK, den trage er immer bei sich. Ob wir uns von ihm entführen lassen wollen? Ein Foto von ihm mit Ausweis, und wir könnten von der deutschen Regierung so viel Geld fordern, dass wir den Rest des Lebens hier in Albanien herumwandern könnten.  Zudem kennen wir doch nun das besondere Gastrecht in Albanien.

Rusha ist zwei Meter groß und könnte den Bus auch ohne Wagenheber reparieren. Wer wollte da an seiner Glaubwürdigkeit zweifeln?

 

Foto: Zbulo.org

 

Anmerkungen: Wir reisten im Sommer 2015 mit dem Reisebüro des Deutschen Alpenvereins, dem DAV-Summit-Club. Organisation vor Ort: Ricardo Fahrig. Ricardo betreibt in Tirana eine eigene Reiseagentur und stellt gerne individuelle Touren zusammen. Lieber Ricardo, für die gelungene Reise herzlichen Dank, außerdem fürs Bildmaterial und den einen oder anderen fachlichen Hinweis zum Text. Mehr Bilder aus Albanien gibts hier

Wir planen 2018 eine weitere Tour, diesmal im Süden, Kombination Berge und Meer. Da der Summit-Club die Tour aus dem Programm genommen hat, werden wir bei Ricardo direkt buchen. Wer Lust und Interesse hat, darf sich gerne anschließen. Die optimale Gruppengröße beträgt 10 Personen.

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Verschuldet ein ausländischer Fahrer einen Unfall, sollte man sofort dessen Versicherung anrufen. In der Regel hat jeder Fahrzeugführer eine Karte seiner Versicherung dabei. Gerade bei Auslandsschäden ist die sofortige Meldung des Schadens wichtig, auch, weil der Unfallverursacher als Übersetzer zur Verfügung steht. Sinnvoll: Einen europäischen Unfallbericht ausfüllen (gibt´s im Internet - also bitte im Auto deponieren) und den Führerschein und/oder Personalausweis des Unfallgegners fotografieren (um Schreibfehler bei Namen und Adresse zu vermeiden).

 

Zwei Varianten, die Schadensabwicklung zu beschleunigen: Reden Sie mit Ihrer eigenen Vollkaskoversicherung. Im Normalfall übernehmen diese den Schaden an Ihrem Fahrzeug und rechnen die Schadenssumme mit dem ausländischen Versicherer ab. Achtung: Einen eventuellen Selbstbehalt müssen Sie natürlich vorschießen und durch den Schaden werden Sie im Folgejahr in Ihrer KFZ-Versicherung hochgestuft! Nach Erstattung der Schadensumme durch den ausländischen Versicherer erhalten Sie Ihren ursprünglichen Rabatt wieder zurück.

 

Die zweite Möglichkeit: Sie wenden sich ans Deutsche Büro Grüne Karte e.V. in Berlin. Das Büro wird Ihnen einen Anprechpartner nennen, in der Regel einen Schadensregulierer, der die Abwicklung Ihres Schadens mit dem jeweiligen ausländischen Versicherer übernimmt.

 

 

 

Gute Fahrt wünscht

 

 

 

Olaf

 

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Misch & Wipprecht GmbH -  Versicherungsmakler in Melsungen

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Wir sind Mitglied im Bundesverband Mittelständischer Versicherungsmakler BMVF.

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Liebe Leichtathletinnen, natürlich richtet sich diese Seite auch an Euch, obwohl sie den Mann im Titel trägt und auch sonst die männliche Anredeform bevorzugt. Dies geschieht aber nur um Verwirrung zu vermeiden. Jeder Athlet weiß die Leistungen seiner weiblichen Kolleginnen zu schätzen und zu würdigen, so auch wir! Wir hoffen Ihr findet Euch auf dieser Seite wieder. Und falls nicht, wollen wir das gerne verbessern, wir sind für jeden Tipp dankbar!