Trailrunning Nordhessen - über den Schusterpfad nach Kassel

Abenteuer Trailrunning! Sie zählen zu den bedrohten Arten, sind beinahe ausgestorben: Pfade, Trampelpfade, ungeschotterte Wege. Kein Fahrradparkplatz, kein Biergarten, keine Bank, kein hergerichteter Aussichtspunkt, kein Parkplatz, kein Lift. Nur eine handbreit aufgeworfenes Laub (hier war mal wer gelaufen), ein paar Farbkreuze an den Bäumen, Bäche überspringen (und draus trinken?), sumpfiges Gelände durchwaten... Einige dieser scheuen Exemplare gibt´s noch, zum Beispiel den Schusterpfad zwischen Spangenberg und Lohfelden.

Im Mittelalter nutzten die Spangenberger Schuster den Pfad um ihre Stiefel und Sandalen auf die Kasseler Wochenmärkte zu schleppen; damals war die B83 noch in recht schlechtem Zustand und für die A7 war kein Geld da. Zunächst hätte man wohl die Auen im Fuldatal trockenlegen müssen, aber wegen diverser Kriege und Seuchen verschob man das Projekt um einige hundert  Jahre.

Über die Höhe der Söhre aber konnte man mit halbwegs trockenen Fußlappen bis Kassel gelangen (der Schuster hatte bekanntlich die schlechtesten Schuhe). Und dieser Pfad ist bis heute erhalten und in einigen Abschnitten wirklich pures Trailrunnig. Da ich in Melsungen wohne, beginnt mein Lauf hier. Ich laufe die Kaiserau hinauf bis zur Kroneneiche und weiter bis zum Zwickel. An dieser Kreuzung nach links Richtung Eiterhagen. An der nächsten großen Wegscheide trifft man auf den Schusterpfad, zu erkennen an einem einfachen weißen Kreuz, aufgemalt auf Baumstämme. Dieser Teil des Schusterpfades ist jedoch recht kurz, und ich laufe lieber links und schaue am Grünen See vorbei, einem versteckten Tümpel über Eiterhagen, wo es bis in die 70- er Jahre hinein regen Camping- und Badebetrieb gegeben hat. Wer heute an diesem verfallenen Gewässer steht, kann das kaum glauben. Dann gehts bergab nach Eiterhagen, und hier beginnt das eigentliche Laufen nach "mittelalterlicher Art", nämlich ohne Schottersteine aus den Schuhsohlen popeln zu müssen. Aber dazu demnächst mehr.

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Verschuldet ein ausländischer Fahrer einen Unfall, sollte man sofort dessen Versicherung anrufen. In der Regel hat jeder Fahrzeugführer eine Karte seiner Versicherung dabei. Gerade bei Auslandsschäden ist die sofortige Meldung des Schadens wichtig, auch, weil der Unfallverursacher als Übersetzer zur Verfügung steht. Sinnvoll: Einen europäischen Unfallbericht ausfüllen (gibt´s im Internet - also bitte im Auto deponieren) und den Führerschein und/oder Personalausweis des Unfallgegners fotografieren (um Schreibfehler bei Namen und Adresse zu vermeiden).

 

Zwei Varianten, die Schadensabwicklung zu beschleunigen: Reden Sie mit Ihrer eigenen Vollkaskoversicherung. Im Normalfall übernehmen diese den Schaden an Ihrem Fahrzeug und rechnen die Schadenssumme mit dem ausländischen Versicherer ab. Achtung: Einen eventuellen Selbstbehalt müssen Sie natürlich vorschießen und durch den Schaden werden Sie im Folgejahr in Ihrer KFZ-Versicherung hochgestuft! Nach Erstattung der Schadensumme durch den ausländischen Versicherer erhalten Sie Ihren ursprünglichen Rabatt wieder zurück.

 

Die zweite Möglichkeit: Sie wenden sich ans Deutsche Büro Grüne Karte e.V. in Berlin. Das Büro wird Ihnen einen Anprechpartner nennen, in der Regel einen Schadensregulierer, der die Abwicklung Ihres Schadens mit dem jeweiligen ausländischen Versicherer übernimmt.

 

 

 

Gute Fahrt wünscht

 

 

 

Olaf

 

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